Transatlantisches

Vom Gastschüler zum USA-Experten: Meine transatlantische Karriere

Für die USA begeistere ich mich seit meiner Schulzeit, als ich mich meine Eltern 1985 mit siebzehn Jahren für ein High-School-Jahr über den Atlantik ziehen ließen. Für einen Jungen aus Wilhelmsburg war ein Jahr auf der Simi Valley High School in Kalifornien mindestens ein Abenteuer: Ronald Reagan ist Präsident der Vereinigten Staaten, die Los Angeles Lakers gewinnen die NBA Championship und „Zurück in die Zukunft“ läuft in den Kinos an.

Zehn Jahre später kehrte ich zurück. Als Student habe ich ein Jahr an der School of Law der Universität Indiana verbracht. Es vergingen nochmal über zehn Jahre, ehe ich nach eineinhalb Wahlperioden in der Hamburgischen Bürgerschaft Nachfolger des vielleicht berühmtesten SPD-Transatlantikers der SPD wurde. Hans-Ulrich Klose hatte die Grundlagen seiner lebenslangen Bindungen in die USA wie ich als Schüler gelegt.

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Ich habe mich vor dem Hintergrund dieser inzwischen über zwanzigjährigen Auseinandersetzung mit den USA sehr darüber gefreut, in der laufenden Legislaturperiode Mitglied der Deutsch-Amerikanischen Parlamentariergruppe und der Atlantik-Brücke werden zu können.

In guten und komplizierteren Zeiten ist es mir ein Anliegen, als einfacher Abgeordneter bei jeder Gelegenheit mit meinen Kollegen aus dem US-Kongress ins Gespräch zu kommen. Regelmäßig reise ich in die USA, um mir ein persönliches Bild der Lage zu machen. Und mit dem gleichen Vergnügen bin ich Gastgeber für Kongress-Kollegen und berichte von meinen Erfahrungen als direkt gewählter Abgeordneter.

Ich setzte mich dafür ein, dass Deutschland und die USA auf der Basis gemeinsamer Werten kooperieren und deshalb auch bei unterschiedlichen Interessen zu einer freundschaftlichen Zusammenarbeit kommen. Dieses Verständnis prägt nicht nur mein Bild von Außen- und Sicherheitspolitik, sondern bezieht sich auch auf die faire Gestaltung der Globalisierung und des internationalen Finanzmarktes.